Unser Besuch bei Frau Roloff




Nachdem wir Kontakt zu Frau Roloff aufgenommen hatten, trafen wir sie während unserer Klassenfahrt in Berlin. Der Empfang war sehr herzlich und wir freuten uns alle, endlich die Frau des Widerstandskämpfers Helmut Roloff kennen zu lernen. Bevor wir die Aufzeichnung unseres Theaterstücks anschauten, redeten wir mit ihr noch über die NS- Zeit, ihre Beziehung zu Helmut Roloff, über aktuelle Politik und natürlich über unsere Schule und das Theaterstück.
Frau Roloff lernte ihren Helmut im Jahre 1945 an der Hochschule für Musik in Berlin kennen. Sie war eine seiner Studenten und teilte mit ihm die Liebe zur Musik. Aber sie hatten nicht nur eine gemeinsame Leidenschaft, sondern auch ihre Einstellung zum Faschismus ähnelte sich. Inge Roloff floh mit ihren Eltern 1944 nach Berlin. Da ihre Eltern strikt gegen die Diktatur waren, wurde sie demokratisch erzogen.
Einige Zeit nachdem sie sich kennengelernt hatten, heirateten Inge und Helmut Roloff und bekamen 1953 ihren ersten Sohn - Stefan Roloff, den Autor des Buches ,,Die Rote Kapelle’’.
Über die Rote Kapelle sprach Helmut Roloff in seiner Familie nur äußerst selten, was uns jedoch sehr verwunderte. Inge Roloff meinte aber, dass Helmut es als selbstverständlich empfand, gegen die Nazis anzugehen. ’’Er wollte nie im Mittelpunkt stehen’’, so die Aussage von Frau Roloff.
Die Behauptung der Nazis, die ,,Rote Kapelle’’ sei kommunistisch, hielt Frau Roloff für völlig unpassend. Sie würde die ,,Rote Kapelle’’ als “linke, soziale Demokraten“ beschreiben. In der ,,Roten Kapelle’’ gab es ‚’’werte Konservative, keine Linken aber einige Kommunisten“, beschrieb Frau Roloff.
Nachdem wir nun einiges über die Vergangenheit von Helmut Roloff und die ,,Rote Kapelle’’ erfahren hatten, fingen wir an unsere DVD des Theaterstücks über Helmut Roloff und das Leben in der ,,Roten Kapelle’’, zu schauen. Während des Stückes erklärten wir Frau Roloff die Rollenverteilung und den Hintergrund der Szenen. Sie schien sehr gerührt, da sie einige Personen, die wir in diesem Theaterstück darstellten, persönlich kannte und zu vielen Angehörigen auch heute noch Kontakt hat. Sie war begeistert von dem, was wir auf die Beine gestellt und wie wir den damaligen Widerstand, mit der Rolle der heutigen Zivilcourage verbunden hatten.
Am Ende des Films, überreichten wir ihr eine Infomappe über unsere Klasse und das Theaterstück und machten ein gemeinsames Foto.
Insgesamt war das Treffen für alle eine Bereicherung, denn Inge Roloff hat uns sehr herzlich und aufgeschlossen empfangen und hat uns viel über Helmut Roloff und ,,Die Rote Kapelle’’ erzählen können. Demnach erfuhren wir noch einmal alles aus erster Hand und freuten uns darüber, dass Frau Roloff unser Theaterstück gefallen hat, auch weil für sie Zivilcourage auch heute noch sehr wichtig ist.





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